Es ist kein Zufall, dass Ökonomie und Ökologie den gleichen Wortanfang haben. Wenn man allerdings die heutige Realität betrachtet, in der die seit gut 50 Jahren herrschende Wirtschaftsdoktrin des Neoliberalismus eine immer stärkere Spaltung der Gesellschaft in arm und reich verursacht, erscheinen Ökonomie und Ökologie als direkter Widerspruch. Doch im Ursprung sah das anders aus.
Wirtschaften dient dem Ursprung nach dazu, den Lebensunterhalt zu verdienen.
- ausreichend Wasser
- ausreichend Nahrung
- ein Dach über dem Kopf als Schutz vor den Kräften der Natur
Außerdem dient Wirtschaften dazu, die Lebensgrundlagen zu schaffen bzw. zu bewahren.
- reine Luft
- sauberes Wasser
- fruchtbare Böden
- Gesundheitsversorgung
- freie Bildung
An dritter Stelle folgt das Ziel, Lebensqualität zu erlangen.
- bessere Wohnsituation
- Kultur
- Mobilität
- ein sorgenfreier Lebensabend
Von der Sucht nach Gewinnmaximierung ist hier nirgends die Rede. Sie pervertiert wirtschaftliche "Naturgesetze" zur Rechtfertigung für die Ausbeutung von Umwelt und Gesellschaft. Gewinnmaximierung ist aber kein legitimes Ziel wirtschaftlichen Handelns. Ökonomie ist auch keine Naturwissenschaft, sondern eine Sozialwissenschaft. Bitte verwechseln sie aber unsere Kritik an der herrschenden Form des Kapitalismus nicht mit einer Hinwendung zum Sozialismus.
Wir lassen uns vom Titel von Ulrike Herrmanns lesenswertem Buch "Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung" inspirieren. Auch Marc Elsbergs spannender Roman "Gier" ist uns eine wichtige Quelle der Inspiration. Kollektives Handeln ist für den Einzelnen viel Gewinn bringender und auch sicherer Gewinn bringend als selbst der erfolgreichste Egotrip.
Deshalb ist unser bevorzugter Weg der der Social Entrepreneurship. Wir setzen uns für die Gründung und Fortführung von Unternehmen ein, in denen soziale oder ökologische Ziele mindestens gleichrangig mit der Gewinnerzielungsabsicht stehen.